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05.12.2011

Entgeltangaben in Stelleninseraten – Verwaltungsstrafen drohen ab 1.1. 2012

Unternehmen sind seit 1. März 2011 verpflichtet bei Stelleninseraten in sämtlichen Medien (Zeitungen, Internet, "Schwarzes Brett" etc.). das KV-Mindestentgelt plus eventueller Bereitschaft zur Überzahlung für den konkret ausgeschriebenen Arbeitsplatz anzugeben.

Ab 1.1.2012, werden Verstöße gegen diese Bestimmung erstmals bestraft, Verwaltungsstrafen bis zu EUR 360,-- sind vorgesehen. Die Vorschrift gilt nur für Unternehmen mit lohngestaltender Vorschrift (Gesetz, Kollektivvertrag, Mindestlohntarif, Satzungserklärung oder echte Betriebsvereinbarung), Teilzeitarbeitskräfte sowie geringfügige Beschäftigungen sind aber jedenfalls auch erfasst.
 
Folgende 2 Beispiele zur gesetzeskonformen Gestaltung von Stellenausschreibungen:
 
-Bei Angabe des KV-Mindestentgeltes: "Wir suchen Mitarbeiter/in ab EUR ……… [Angabe des konkreten Jahresbruttogehaltes laut KV], Überzahlung abhängig von beruflicher Qualifikation und Erfahrung möglich."
 
-Im Falle der Bereitschaft einer Überzahlung des Kollektivvertrages wird ebenfalls die Verwendung einer "ab-Klausel" empfohlen: "Wir suchen Mitarbeiter/in ab EUR ……… [Angabe des konkreten Betrages Jahresbruttogehaltes] (exkl. Zulagen und Überstunden) abhängig von beruflicher Qualifikation und Erfahrung."
 
Das Dokument 39 FAQs zur Gestaltung der "Inserate/Ausschreibung mit Entgeltangaben" gemäß GlBG ab 1.3.2011 finden Sie unter: http://wko.at/presse/pdf/inseratgestaltung_faq.pdf

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