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02.12.2014

Wechsel an der Spitze des Fachverbandes Ingenieurbüros

Ing. Friedrich Müller-Uri - neuer Obmann des Fachverbandes Ingenieurbüros

Ein Pragmatiker steht an der Spitze - seit 32 Jahren Ingenieurbüro für Elektrotechnik - seit 9 Jahren Fachgruppenobmann in Salzburg - Spezialist für Informationstechnologie

Der neue Obmann des Fachverbandes Ingenieurbüros in der Wirtschaftskammer Österreich betreibt seit 32 Jahren ein Ingenieurbüro in Thalgau bei Salzburg. Friedrich Müller-Uri beschäftigt sich beruflich mit allen Spielarten der Elektrotechnik, wobei die Kommunikationstechnik und die Datenverarbeitung für ihn eine besondere Rolle spielen, geht man von seinem Engagement bei der Fachgruppe UBIT aus.

Der international orientierte Elektrotechniker ist als Pragmatiker bekannt, als einer, der nicht gerne um den heißen Brei herumredet oder sich in politischen Floskeln ergeht, der vielmehr sehr schnell den Kern eines Problems direkt anspricht. Dementsprechend lässt sich auch seine Arbeit als Fachgruppenobmann charakterisieren wie auch als Fachverbandsobmann prognostizieren: Die Vernunft und die sachlich korrekte Entscheidung steht im Vordergrund. So ist auch seine Einstellung zu den von ihm kritisierten Vergabeverfahren zu sehen, die weder das Bestbieterprinzip beachten noch die Problematik der Vergabe an Generalunternehmen berücksichtigen.

Als kulturell interessierter Mensch wie auch als soziales Individuum zeigt Friedrich Müller-Uri durchaus seine subjektive Seite, die er jedoch fast akribisch von seiner beruflichen Tätigkeit trennt, was wiederum erkennen lässt, wie genau er zwischen subjektiven und objektiven Faktoren zu unterscheiden weiß, was ihm sicher in seiner neuen Funktion zugutekommen wird, hat er doch die Interessen einer sehr heterogenen Gruppe und damit sehr viele Bereiche abzudecken. 

Ing. Christian Pelzl: Mensch und Anti-Funktionär - eine Würdigung

Die Fakten, die Ing. Christian Pelzl beschreiben werden seiner Persönlichkeit kaum gerecht. Zwar ist die 30-jährige Tätigkeit in der Kammer und für die Ingenieurbüros eine Größenordnung, die gewisse Rückschlüsse zulässt, wie auch die Ergebnisse seines Wirkens spür- und sichtbar sind. Aber es sind nicht nur fachliche und juristische Daten, die eine Würdigung anlässlich seines Rücktritts als Fachverbandsobmann fordern, denn die menschliche Seite ist eine wesentlich intensivere wert.

 Er ist, um in der symbolhaften Formulierung seiner gerecht zu werden, aus besonderem Holz geschnitzt! Christian Pelzl hat all jene Eigenschaften, die man Holz zuschreibt: Er ist ein "Stoff" der "Superlative" - vielseitig, natürlich, echt, elastisch und doch stabil, mitunter hart, in seiner Struktur individuell und dabei doch immer er selbst. Er ist kein junger, sich noch entwickelnder Baum, nein, er ist ein kräftiger Stamm mit vielen Ästen und Blättern, einer, der viele andere Bäume ringsum überragt und doch Teil des Waldes ist und sein will. Und trotz seiner Größe und Dominanz lässt er der Umgebung jenes Licht, das zum Leben und Wachsen notwendig ist, er bewirkt Neues und gibt den Schutz, den dieses braucht. Er reagiert auf äußere Einflüsse, weil diese quasi als Naturgesetzlichkeiten nicht zu verhindern sind, bleibt aber in seinem Charakter unbeeindruckt und immer gleich. Er ist seiner Natur gemäß einfach echt und ehrlich, er lässt sich kaum von seiner Umwelt beeinflussen geschweige denn beeindrucken - das macht(e) ihn eher stärker.

Christian Pelzl gehört, so scheint es, zu jener raren Sorte Mensch, auf die eine solche Metapher passt wie selten sonst. Zudem hat er Vorzüge, die ihn prädestinieren, auf Gegebenheiten und Situationen spontan, rasch, mitunter, wenn es opportun ist, mit Humor und mit jener intellektuellen Präzision so zu reagieren, wie sie es erfordern. Das hat so manches Gegenüber auch überfordert. Und den Ingenieurbüros geholfen.

30 Jahre Kammer prägen einen Menschen, so mögen viele behaupten - bei Christian Pelzl ist es eher umgekehrt: Er hat die Kammer bzw. den Fachverband geprägt! So lange dieser Fachverband Ingenieurbüros besteht, so lange hat er zum Wachsen und Gedeihen beigetragen ohne seinen Charakter, seine Persönlichkeit wesentlich zu verändern. Er ist "nur" vielleicht etwas abgeklärter, ja weiser geworden. Und er weiß, wo seine Wurzeln sind, weiß, wer diese nährt und was seinem Dasein guttut, auch wenn manche Umstände die Schale oder Rinde hart und widerstandsfähig gemacht haben. Der Kern blieb immer lebendig und weich. Letzteres vor allem dann, wenn es um soziale Anliegen ging, wenn der Schutz dessen, was unter seinem Dach geschah, gefordert wurde. Christian Pelzl hat den Fachverband wesentlich mitbestimmt, dessen Bedeutung zu erhöhen und festigen geholfen und trotz all dieses mitunter mühsamen Unterfangens nicht vergessen, zuzuhören, offen für Anregungen und Kritik zu sein und nicht zuletzt auch das Leben zu genießen - und über sich selbst zu lächeln.

Und so bleibt uns, allen Wegbegleitern und Freunden nur, ihn mit einem dankbaren Lächeln aus seiner Funktion als Fachverbandsobmann zu verabschieden und ihm zu wünschen, der Baum zu bleiben, an dem wir uns messen können, wenn es um heitere Menschlichkeit, Effizienz und Charakter geht. Bleib uns noch lange ein Freund, an den wir uns um Rat wenden können!

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