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20.06.2016

Industrie 4.0 oder das Internet der Ingenieure

           
              
Ein AFD-Chip unter der Haut. Ausgedruckte Häuser. Sprechende Kühe. Zukunftsmusik? Keineswegs. Im Zeitalter von Industrie 4.0 geht es um die Vernetzung von allen. "Die Digitalisierung haben wir bereits hinter uns", sagt IT-Sprecher Martin Zandonella bei der heurigen Fachgruppentagung der Ingenieurbüros im Hotel Wrann in Velden.

"Wenn man das Tempo der Entwicklungen in den letzten Jahren betrachtet, kann man durchaus von einer Revolution sprechen", sagt Zandonella bei seinem Vortrag über Industrie 4.0 oder über das Internet of Things. Alles werde mit allem vernetzt und könne  zu billigeren Preisen hergestellt werden. Beispielweise könne ein Haus von 3D-Druckern ausgedruckt werden - ein Musterexemplar steht in Dubai. "Ich brauche in Zukunft keinen mehr, der mir ein Haus baut", so der IT-Sprecher. 


Geschäftsmodelle überdenken
Wenn jetzt Planer oder Architekten kurz zusammenzucken, soll das keineswegs Angst machen. Es gehe aber darum, sein Geschäftsmodell zu überdenken und das als Chance zu sehen. "Aber wir dürfen das nicht verschlafen", sagt Zandonella, der das Internet der Dinge als das Internet der Ingenieure bezeichnet. Und so wie bei Industrie 4.0 alles vernetzt ist, sollen sich auch Branchenkollegen untereinander vernetzen. "Vielleicht kommt man als Einzelkämpfer schneller unter die Räder als man denkt, vor allem wenn man eine Entwicklung übersieht." Deshalb solle man beobachten, was Kollegen machen oder andere Branchen.

Großer technischer Konzern
Die Vernetzung untereinander ist auch Fachgruppenobmann Christoph Aste ein großes Anliegen. "Wir sind nur gemeinsam ein großer technischer Konzern, wenn wir zusammenarbeiten und uns kennen." Dafür stehen in der Fachgruppe ausreichend Netzwerkveranstaltungen für die Mitglieder zur Verfügung: walkING Day, gemeinsamer Skitag mit Architekten, gelINGt-Akademie oder innovation@school mit der erstmaligen Innogala, wo heuer von Schülern 78 Projekte eingereicht wurden. "Das ist unsere Eintrittskarte in die HTLs", so Aste, der die Innogala als große Strategiegeschichte sieht. "Wir können mit Ideen für Diplomarbeiten an die HTL herantreten", so der Fachgruppenobmann.

Außerdem auf dem Programm der Fachgruppentagung: Bärbel Kolbitsch stellte den virtuellen Raum der Firma Lichtenegger Interior vor. Besucher können direkt in einen 3D-Raum eintreten und sich ansehen, wie zum Beispiel eine neue Küche aussehen könnte - Industrie 4.0 eben. Wichtig für Kolbitsch: das Thema Barrierefreiheit. "Denken Sie bei jeder Planung daran", sagt Kolbitsch. Herwig Draxler servierte abschließend den Rechnungsbericht und im Anschluss an die Tagung ging es zum plannING Day 2016, den die Tagungsteilnehmer auf Einladung der Fachgruppe besuchen konnten.

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Fachgruppe Ingenieurbüros
Ing. Mag. Herwig Draxler
T
05 90 90 4-770
E herwig.draxler(kwfat)wkk.or(kwfdot)at

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