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12.06.2017

Digitalisierung birgt enormes Potenzial

"Ich kann nicht einfach loslegen", sagt Erich Hartlieb und meint damit die Anwendung der Digitalisierung in Unternehmen. Bei der Fachgruppentagung der Ingenieurbüros erklärt er, wie die neue Arbeitswelt in Unternehmen richtig zum Einsatz kommt und welche Überlegungen es dazu braucht.

Dienstleistungen und Produkte verbessern
"Digitalisierung erfordert strategische, organisatorische und kulturelle Maßnahmen", so Hartlieb. Im Vordergrund steht dabei immer, die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und Prozesse sowie Dienstleistungen und Produkte zu verbessern und effizienter zu machen. Der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen, den Hartlieb leitet, hat dazu eine digitale Roadmap entwickelt, die Unternehmen hilft, sich auf die Digitalisierung vorzubereiten und diese umzusetzen. Wichtig ist es dabei immer, Ziele zu definieren. "Es macht keinen Sinn, bestehende Prozesse zu digitalisieren, wenn die Prozesse selbst nicht optimal funktionieren."

Enormes Potenzial
Außerdem müsse die Digitalisierung auch immer einen Nutzen für den Kunden bringen, meint Hartlieb, der als Beispiel die Firma Hagleitner bringt. Das Unternehmen hat WC-Anlagen bei Veranstaltungen eine Sensorik verpasst. So kann genau festgestellt werden, wann die meisten Leute die Anlage benutzen, wann es eine Reinigung braucht und welche Maßnahmen für mehr Sicherheit gesetzt werden können. Durch die Digitalisierung ist ein enormes Potenzial entstanden. Agile Produktionssysteme können demnach Fertigungsprozesse rasch umstellen und Factory 4.0 macht Produkte durch vernetzte Produktionsschritte intelligent.

Fachgruppenobmann Christoph Aste sagt dazu: "Da fährt die Zukunft hin und die kommt schneller, als man denkt." Trotzdem hat die Digitalisierung für einige Teilnehmer noch einen bitteren Beigeschmack, denn die digitale Welt erfordert immer größere Datenmengen und damit auch schnelleres Internet, das noch nicht überall vorhanden ist. Das ist aber die Aufgabe der Politik, die Infrastruktur bereitzustellen.

Naturschutz und Wirtschaft
Einiges bereitgestellt hat die Fachgruppe im vergangenen Jahr für ihre Mitglieder, wie Aste in seinem Bericht vorweist. So sitzen die Ingenieurbüros in der ARGE Bau und kommen so zu öffentlichen Vergaben. Weiters wurde mit der gelINGt Akademie eine hochkarätige Weiterbildungsreihe ins Leben gerufen, die Mitglieder auf den aktuellen Stand der Technik bringt. "Hier nehmen wir viel Geld in die Hand", so Aste. Mit "Naturschutz und Wirtschaft" vertritt die Fachgruppe ihre Interessen im Naturschutzbeirat. Die Plattform hat bereits 250 Mitglieder und auf www.naturschutz-wirtschaft.at können auch Sie beitreten.

Ein großes Anliegen ist Aste auch die Aktion innovation@school, bei der die Fachgruppe auf der Suche nach jungen Nachwuchskräften ist. "Hier kommen extrem spannende Projekte zustande." Es ist eine große Chance, mit jungen Leuten zusammenzuarbeiten und vielleicht auch Diplomarbeiten in Auftrag zu geben.

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