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12.06.2017

Digitalisierung braucht Hausverstand

Wie gehen Sie mit den Herausforderungen der neuen Arbeitswelt um?
Speziell in meinem Beruf als Professor für Innovations- und Technologiemanagement hat die neue Arbeitswelt vielfältigste Ausprägungen. Zum einen, wo sich Produkte, neue Prozesse, neue Geschäftsmodelle hinentwickeln. Das ist der Kern unserer Arbeit mit Unternehmen. Wir achten dabei darauf, wie man die Wettbewerbsfähigkeit steigern und weiterentwickeln kann. Zum anderen betrifft es einen selbst, wo man mit der digitalen Welt konfrontiert ist und viele Erleichterungen erfährt, aber auch Herausforderungen, um mit großen Datenmengen - auch der E-Mail-Flut - zurechtzukommen. In unserem Lehrumfeld bietet die Digitalisierung tolle Möglichkeiten, um Lehren und Lernen effizienter zu gestalten. Aber das alles muss gut mit sozialen Prozessen verknüpft werden.

Welche Möglichkeiten bietet die Digitalisierung speziell für Ingenieurbüros?
Die Chance, Unternehmen ganz konkret dabei zu begleiten, zukunftsfähige Produkte zu entwickeln, Prozesse effizienter zu gestalten, und auch dabei zu unterstützen, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Welche Tipps geben Sie Ingenieurbüros dazu?
Die Grundvoraussetzung ist, sich zu qualifizieren, sich mit dem Thema proaktiv zu beschäftigen, offen zu sein für die Möglichkeiten, die sich dazu ergeben. Auf der anderen Seite muss man aber auch den Hausverstand gebrauchen, um zu schauen, was möglich ist und was nicht. Der Fokus muss das Kerngeschäft des jeweiligen Unternehmens sein. Oder wenn man aus der Sicht der Ingenieurbüros spricht, müssen die Kernprozesse der Kunden im Fokus sein.

Welche groben Fehler könnten dabei passieren?
Sich nicht mit dem Thema zu beschäftigen. Oder sich zu sehr technikverliebt nur mit den technologischen Möglichkeiten auseinanderzusetzen und zu wenig auf den Markt und auf die Organisationsstrukturen bei den Kunden zu schauen.

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