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13.06.2019

Ingenieurbüros holen Prüfexperten vor den Vorhang

Den Steilpass gab WKK-Präsident Jürgen Mandl im Vorjahr. "Und wir haben den Ball aufgenommen", sagt Ingenieurbüros-Fachgruppenobmann Christoph Aste und spricht dabei von der Idee, eine Plattform für wiederkehrende technische Überprüfungen zu schaffen. 1.500 Arbeitsstunden später präsentiert er das Ergebnis bei der heurigen Fachgruppentagung der Ingenieurbüros vor rund 70 teilnehmenden Mitgliedern. Unter www.pruefing.at sind bereits 90 Ingenieurbüros aufgelistet, die bei der Initiative prüfING ihr Expertenwissen zur Verfügung stellen.

90 gelistete Experten

Auf der Website können die entsprechenden Überprüfungsexperten aus Kärnten nach Rechtsmaterie, Thema oder Wirtschaftsbereich gefunden und sofort kontaktiert werden. Die 90 gelisteten Experten können bereits ein fundiertes Wissen aufweisen. Denn sie wurden nicht nur einer Prüfung unterzogen, sondern sind verpflichtet, sich durch Weiterbildungen laufend auf dem Stand der Technik zu halten. "Wir wollen, dass das Know-how dieser Gruppe stimmt", kommentiert Aste, der im Rahmen der Fachgruppentagung sichtlich stolz die Befähigungen an die teilnehmenden Prüfexperten überreichte.

Einmaliges Vernetzungsprojekt

Er servierte auch gleich ein Beispiel, um die Notwendigkeit der Plattform zu untermauern: "Alleine in einem Kindergarten können bis zu 55 technische Prüfungen pro Jahr anstehen." Fachgruppengeschäftsführer Herwig Draxler ist stolz auf das Vernetzungsprojekt, das in Österreich derzeit einmalig ist: "Unsere Ingenieurbüros werden damit auf dem Markt noch stärker, können Expertenteams bilden und gemeinsam auch bei größeren Projekten mitmachen." Um die Plattform auch nach außen zu präsentieren, wurde ein eigenes Logo geschaffen.

Türen in die HTLs geöffnet

Viel geschafft haben die Ingenieurbüros auch im Vorjahr, wie Aste in seinem Bericht skizziert. Dem Fachgruppenobmann ist vor allem das Wissen seiner Mitglieder ein Anliegen. Laufende Weiterbildungen wie die "gelINGt Akademie" machen das möglich. Beispielsweise gab es Seminare zur richtigen Stundensatzkalkulation oder zum perfekten Gutachten. Auch ein Lehrgang zum Thema Geoinformation in Kooperation mit der FH Kärnten steht im Weiterbildungsangebot. Ein weiteres Projekt, das Aste hervorstreicht, ist "innovation@school", bei dem sich für Ingenieurbüros auch die Türen in die HTLs öffnen. Bei diesem Wettbewerb werden Schülerprojekte vor den Vorhang geholt. Auf dem Siegertreppchen standen dabei ein Tunnelbrandsimulator und ein 3D gedrucktes Betonelement.

workING im MAKERSPACE Carinthia

Ein Blick in die Zukunft zeigt, dass dem Fachgruppenobmann die Ideen nicht ausgehen. So will er im Herbst unter dem Begriff "workING" im MAKERSPACE Carinthia in einem Workshop einen Ski bauen. Außerdem wird es wieder einen walkING Day geben, bei dem es diesmal in die Müllverbrennungsanlage Arnoldstein und danach auf den Lussari bei Tarvis geht. Mit diesen Ideen bleibt für die Fachgruppe der Ball weiterhin im Rollen und mit weiteren Steilpässen ist zu rechnen.

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