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08.06.2018

Wiederkehrende Checks als neues Großprojekt

FGO Christoph Aste (2. v. l.) freute sich über eine gelungen Tagung.

Hunderttausende wiederkehrende Überprüfungen sind in Kärntens Betrieben jedes Jahr zu erledigen. Die meisten davon werden von den heimischen Ingenieurbüros angeboten. Was aber fehlt, ist ein Überblick, so Christoph Aste, Obmann der Fachgruppe Ingenieurbüros: "Aktuell gibt es in ganz Österreich weder eine Liste mit allen nötigen wiederkehrenden Überprüfungen noch eine Liste mit dem dazugehörenden Leistungsangebot unserer Betriebe."

Diese Lücke will die Fachgruppe in den kommenden Monaten schließen. So wird in einem ersten Schritt eine Liste aller wiederkehrenden Überprüfungen erstellt. Alle Branchen der Kärntner Wirtschaft sollen darin erfasst werden. "Das ist natürlich eine große Aufgabe, bei der wir auf die Mitarbeit von euch allen zählen", appellierte Aste in die Runde der etwa 35 Ingenieurbüro-Unternehmer, die zu Fachgruppentagung 2018 gekommen waren.

Eine lebhafte Diskussion war die Folge dieser Aufforderung. Viele brachten Ideen zu dem Großprojekt ein und sagten spontan ihre Mitarbeit zu. "Es freut mich, dass die Resonanz so gut ist. So können wir unser gemeinsames Ziel erreichen, nämlich diese Know-how-Jobs und damit viel Wertschöpfung in Kärnten zu halten", sagte Aste. Bis Anfang 2019 wird es eine Website und einen Folder mit 25.000-Stück-Auflage zu dem Thema geben. Auch maßgeschneiderte Produktbündel und eine gemeinsame Prüfplakette sind geplant.

Von Wissen bis Wandern

Welche Aktivitäten die Fachgruppe im vergangenen Jahr gesetzt hat, wurde bei der Tagung ebenfalls präsentiert. Die Palette reichte von Exkursionen wie dem "WalkING Day" über Schulungen bis hin zu Veranstaltungen wie jener zur neuen DSGVO-Verordnung. Gut besucht waren alle Termine, vor allem aber die Angebote der "GelINGt Akademie", bei der unter anderem die Haftung für Maschinen sowie Sport- und Spielplatzüberprüfungen im Mittelpunkt standen. "Für die Schulungen holen wir die besten Köpfe aus ganz Österreich zu uns nach Kärnten. Dieses Format wollen wir beibehalten und uns auch künftig wichtigen Themen widmen", gab Aste einen Ausblick in die Zukunft. "Und wenn jemand von euch ein Thema hat, das ihm unter den Nägeln brennt, gebt uns bitte Bescheid. Wir freuen uns über Anregungen."

Weiter geht's bei "innovation@school"

Nach der umfassenden Leistungsbilanz des Vorjahres wurde die Erhöhung der Grundumlage, die aufgrund des Wegfalls von Doppelmitgliedschaften durch Mehrfacherhöhungen nötig wurde, einstimmig beschlossen. Herwig Draxler, Geschäftsführer der Fachgruppe, gab zudem einen Überblick über die finanzielle Gebarung, die auch im vergangenen Jahr wieder tadellos war. Einer der größeren Posten auf der Ausgabenseite war jener für "innovation@school", dem Ideenwettbewerb von Fachgruppe und Volkswirtschaftlicher Gesellschaft Kärnten. "Und das ist eine Investition, die sich für uns gleich mehrfach lohnt. Wir können jetzt Synergien mit Schulen besser nutzen und haben dadurch auch die Möglichkeit, mit HTL-Schüler und -Lehrern in laufendem Kontakt zu bleiben", so Draxler. Für das kommende Jahr ist die Weiterführung des erfolgreichen Ideenwettbewerbs, der auch für große mediale Resonanz sorgte, geplant.

Im Herbst zum Makerspace Carinthia

Abschließend stellte Thomas Moser den Makerspace Carinthia vor, der sich derzeit in der Klagenfurter Postgarage im Aufbau befindet. Hier soll künftig ein Treffpunkt der innovativen Ideen entstehen, wo Unternehmer aller Betriebsgrößen ihre Vorhaben durch Entwicklung und Herstellung von Prototypen verwirklichen können. "Im Herbst, wenn wir mit dem Umbau fertig sind, machen wir dann eine Führung mit den Ingenieurbüros durch den Makerspace", avisierte Moser. Nach der Fachgruppentagung machten sich die Unternehmer schließlich noch auf zum PlannING Day, der im Anschluss im Casino Velden stattfand.

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