Vorwort - Wettbewerbsordnung für Ingenieurleistungen (WOI im Volltext)

Wollen AusloberInnen/AuftraggeberInnen ein Wettbewerbsverfahren durchführen, so ist diesem eine Wettbewerbsordnung zugrunde zu legen.

Dies legt das Bundesvergabegesetz (BVergG) für öffentliche AusloberInnen/AuftraggeberInnen im § 165(3) und für SektorenausloberInnen/-auftraggeberInnen im § 326(3) zwingend fest.Auch private AusloberInnen/AuftraggeberInnen sollten gleichermaßen einem Wettbewerbsverfahren eine Wettbewerbsordnung zugrunde legen.

Der Wettbewerb ist ein hervorragendes Instrument, Höchstleistungen zu erzielen. Was gilt es dabei jedoch zu beachten? Wann rechtfertigt sich der Aufwand für einen Wettbewerb? Wie wickelt man ihn effizient und rechtskonform ab? Mit welchen Kosten muss man rechnen? Welche Aufgabenstellungen kommen für Wettbewerbe überhaupt in Frage?

Die WOI informiert umfassend auf praktische Art und mit wichtigen Verweisen auch auf das Bundesvergabegesetz.

Die 2. Auflage der WOI, die die Vergaberechtsreform 2018 berücksichtigt, dient öffentlichen, Sektoren- und privaten AusloberInnen/AuftraggeberInnen gleichermaßen und soll die Ermittlung des bestgeeigneten Lösungsansatzes regeln und das Verfahren transparent und fair gestalten.

Es war dem Fachverband Ingenieurbüros als Herausgeber besonders wichtig, eine fachgebietsneutrale Wettbewerbsordnung für Ingenieurleistungen zu schaffen, die eine Teilnahme aller Befugten ermöglicht, ohne einzelne Berufsgruppen bzw. Mitglieder von Interessenvertretungen auszuschließen.

Der Fachverband Ingenieurbüros wünscht allen AnwenderInnen dieser Wettbewerbsordnung eine reibungslose Durchführung ihrer Wettbewerbsverfahren und dabei ein für Sie entsprechendes Ergebnis.

Fachverband Ingenieurbüros 

Wettbewerbsordnung Ingenieurleistungen (WOI)
WOI 2019.pdf (487 KB)

Der Fachverband Ingenieurbüros (Beratende Ingenieure) behält sich eine Überprüfung dieser Wettbewerbsordnung in Bezug auf wirtschaftliche Entwicklungen und rechtliche Rahmenbedingungen in angemessenen Abständen vor.