29. Juli 2026

AON klärt auf... | Cyberrisiken bei planenden Berufen

AON klärt auf...

Thema: Cyberrisiken bei planenden Berufen

 


Frage des Fachverbands Ingenieurbüros:

Wenn man die Schlagzeilen verfolgt, hat man das Gefühl, dass Cybervorfälle täglich zunehmen. Da stellt sich die Frage: Betrifft das eigentlich nur große Konzerne oder sind auch Ingenieurbüros davon betroffen? 

Antwort des Versicherungsmaklers Aon:

Ja, leider kann man sagen: Cyberrisiken machen vor Niemandem Halt – und Ingenieurbüros sind da keine Ausnahme.

Wenn wir uns ihren Alltag anschauen: Projekte, Pläne, Berechnungen, vertrauliche Kundendaten – all das liegt heute digital vor und kann innerhalb von Sekunden zum Ziel eines Angriffs werden. 

  


Frage des Fachverbands Ingenieurbüros:

Welche Cyberrisiken begegnen Ihnen in der Praxis bei Ingenieurbüros am häufigsten?

Antwort des Versicherungsmaklers Aon:

Die Erfahrung zeigt sehr deutlich: Die größte Schwachstelle ist oft der Mensch. Viele Angriffe setzen genau dort an. Ein klassisches Beispiel ist Ransomware: Mitarbeitende öffnen eine täuschend echte E Mail oder einen Anhang, installieren unbewusst Schadsoftware und plötzlich werden ganze Systeme verschlüsselt. Dann beginnt oft die Erpressung – mit der Forderung nach Lösegeld, damit die Daten wieder freigegeben werden.

Ein weiteres großes Thema ist Spear-Phishing, also sehr gezielte Phishing-Angriffe. Dabei geben sich die Angreifer zum Beispiel als Geschäftsführung, Projektleiter oder wichtiger Kunde aus, um vertrauliche Informationen oder Zahlungsfreigaben zu erlangen.

Daran knüpft ein weiteres Risiko an: manipulierte Rechnungen. Immer häufiger sehen wir Fälle, in denen gefälschte IBANs auf scheinbar echten Rechnungen auftauchen. Das fällt im Alltag oft erst spät auf – etwa, wenn der echte Dienstleister nachfragt, warum seine Rechnung noch nicht bezahlt wurde.

   


Frage des Fachverbands Ingenieurbüros:

Wie kann sich ein Ingenieurbüro absichern, damit solche Angriffe idealerweise gar nicht erst erfolgreich sind?

Antwort des Versicherungsmaklers Aon:

Aus unserer Sicht stehen zwei Dinge im Vordergrund: vorbeugen und vorbereitet sein.

Zum einen braucht es Prävention: Also geschulte Mitarbeitende, die Phishing & Co erkennen, klare Regeln im Umgang mit E-Mails und Anhängen sowie regelmäßige Sicherheits-Checks der IT-Systeme 

Zum anderen sollte jedes Büro davon ausgehen, dass es trotz aller Maßnahmen einmal zu einem Vorfall kommen kann. Dann hilft ein fertiger Krisenplan, in dem Zuständigkeiten und erste Schritte klar geregelt sind, sowie eine passende Cyberversicherung, die im Ernstfall finanziell und mit Expertenunterstützung zur Seite steht.

   


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Akademischer Versicherungskaufmann (WU)
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