VEKTOR

DER PREIS FÜR HTL-ABSOLVENTEN

In Zusammenarbeit mit der Bildungsdirektion Niederösterreich wird der

Niederösterreichische Nachwuchs-Ingenieur-Preis VEKTOR 

von der Fachgruppe Ingenieurbüros in der Wirtschaftskammer Niederösterreich veranstaltet. Die Organisation erfolgt durch die Geschäftsstelle der Fachgruppe Ingenieurbüros mit Unterstützung der beauftragten Agentur.

FACHRUPPE INGENIEURBÜROS VERGIBT NACHWUCHSPREIS "VEKTOR 2019" AN HTL-ABSOLVENTEN

Die Verleihung des Nachwuchspreises VEKTOR der Fachgruppe Ingenieurbüros NÖ für überzeugende im Rahmen der HTL-Matura erstellte Diplomarbeiten fand heuer zum vierten Mal statt. Absolventen und - absolventinnen stellten sich in den Räumlichkeiten der New Design University einer Jury.

Die in den Kategorien Maschinenbau, Wirtschaftsingenieure, Mechatronik, Gebäudetechnik und Sonstige Fachgebiete vorgelegten Projekte erfüllten auch dieses Jahr die Erwartungen voll und ganz.  Sie zeigten einerseits das breite Spektrum der Fachgebiete und anderseits die Fähigkeiten der Absolventen, ihre Arbeiten zu präsentieren.

Die Jury, bestehend aus Fachgruppenobmann Ing. Pichl, Mitgliedern des Fachgruppenausschusses sowie dem Landesschulinspektor i.R.  HR Dr. König, trat mit den wettbewerbenden Gruppen nach deren Präsentation in einen weiterführenden Dialog, um die Tiefe der Projekte möglichst umfangreich auszuloten.

Nach intensiver Beratung der Jury gingen schließlich folgende Projekte siegreich hervor:

Kategorie Maschinenbau und GESAMTSIEGER:

  • Michael König und Jakob Teufel; HTL Waidhofen / Ybbs
    Design, Berechnung und Erprobung einer motorisierten Seilwinde

Kategorie Gebäudetechnik:     

  • Markus Fauland und Markus Träxler; HTL Mistelbach/Zistersdorf
    Planung und Konzeption von Laborprüfständen für die Sanitärtechnik

Kategorie Sonstige Fachgebiete:           

  • Alexander Piglmann, Hannah Mayer, Julia Übl, Katharina Munk; HTL St. Pölten
    Lies mal, Opa!

 

Das Gesamtsiegerprojekt entstand in Zusammenarbeit mit einem bekannten Seilwindenhersteller.  Mit Hydraulikmotoren angetriebene Seilwinden weisen im drucklosen Zustand einen großen Widerstand gegen händisches Ausziehen  des Seiles auf und werden durch Umkehren der Drehrichtung bedient. Bei Arbeiten im Hanggebiet ist das ein nicht unwesentlicher Nachteil, da die Abspulgeschwindigkeit des Seiles nicht adaptiv angepasst werden kann.

Das Projekt zeigt eine manuell schaltbare Seilwinde, welche ein händisches Abspulen des Seiles ohne bemerkenswerten Widerstand zulässt und ein automatisches Einrollen des Seiles per Fernbedienung gewährleistet. Die gezeigte Winde ist in am Markt verfügbare Konsolen einsetzbar.

Die Kraftübertragung erfolgt über zwei mittels Handhebel einfach trennbare Stirnzahnräder, welche durch Verschiebung der Motorachse aus dem Eingriff gebracht und anschließend in dieser Position fixiert werden. Nach dem Ausziehen des Seiles und beispielsweiser Fixierung an einem aus schwierigem Gelände zu verbringenden Baumstamm wird durch Funkverbindung der Hydraulikmotor in Bewegung gesetzt und die Getriebe werden automatisch wieder in Eingriff gebracht. Das Getriebe lag bei der Präsentation auch als Prototyp vor.

Das Projekt "Lies mal Opa!" widmet sich schwerhörigen Personen und möchte die Kommunikation mit ihnen verbessern. Dazu wurde eine Android App entwickelt, welche gesprochene Worte mittels Spracherkennungssoftware in Algorithmen umsetzt. Dieser wird in Text umgesetzt und dem Schwerhörigen in geeigneter Größe auf einem Tablet zum Ablesen bereitgestellt. Genannte Entwicklung erfolgte im Zuge eines Sozialprojektes.

Das Projekt "Planung und Konzeption von Laborprüfständen für die Sanitärtechnik" ist insbesondere zur Unterstützung der theoretischen Ausbildung in der Sanitärtechnik angelegt. Die Sanitärprüfstände sollen von nachfolgenden Schulklassen gebaut werden. Das genannte Projekt wurde ohne Kooperationspartner gebaut und überzeugte die Jury durch ihre klare Strukturierung und ihr breit gefächertes Einsatzgebiet.

Jedes der Siegerprojekte hat ausreichend Potential, um auch auf dem Markt zu bestehen. Sie schließen damit an Projekte aus vergangenen Wettbewerben an, welche das bereits bewiesen haben.

In der Hoffnung, den einen oder anderen Absolventen als Mitarbeiter in unseren Büros oder - nach entsprechenden Praxisjahren - gerne auch als Mitglied der Fachgruppe wieder begrüßen zu dürfen, wünschen wir den Teilnehmern das Allerbeste auf Ihrem weiteren Lebensweg.

Gleichzeitig fiebern wir schon dem VEKTOR 2020 entgegen und dürfen bereits jetzt alle Interessierten einladen, beim öffentlichen Hearing dabei zu sein. Es lohnt sich.

Helmut Pichl